Sommerhitze: Was brauchts am Bau?
Editorial TEC21 40/2019
Mit dem Winter kennen wir uns in den mitteleuropäischen Breitengraden bestens aus. Zwar mehren sich die Klagen, wenn die Tage wieder kürzer und kälter werden. Doch irgendwie schaffen es die meisten, sich mit der vierten Jahreszeit zu arrangieren. Man zieht sich für den Gang nach draussen wärmer an und verlässt sich im Innern darauf, dass die Wände und Fenster dicht sind und der Raum zum Wohnen oder Arbeiten problemlos beheizt werden kann. Der Wärmeschutz unseres Gebäudeparks ist eine Selbstverständlichkeit; an den Raumkomfort haben wir uns gewöhnt. Dass dies für frühere Generationen anders war, wäre durchaus eine Geschichte wert. Doch das Anforderungsprofil an Gebäude droht zu kippen. In dieser Ausgabe von TEC21 geht es deshalb darum, dass unsere Nachkommen die warme bis heisse Sommerzeit ebenso komfortabel erleben möchten.
Die Klimaprognosen beschäftigen sich zwar nur mit dem Anstieg der Aussentemperaturen. Eine Überhitzung unserer gewohnten Wohn- und Arbeitsumgebung ist jedoch absehbar. Es gilt, den Wärmeschutz von Gebäuden vom Winter auf den Sommer auszudehnen; und dafür sind nun ebenso wirksame wie energieeffiziente Massnahmen vorzusehen. Eine Erfahrung aus den kalten Tagen könnte dabei helfen: Wenn sich die Architektur und die Gebäudetechnik gemeinsam auf die Suche machen, verbessern sich Wirkung und Energiebilanz der am Bau realisierten Konzepte.
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